Wenn die Tage kürzer werden, fühlen sich viele von uns müde, antriebslos und gedrückt.
Das ist kein Zufall: Weniger Tageslicht, ein sinkender Vitamin-D-Spiegel und Veränderungen im Botenstoffhaushalt des Gehirns spielen dabei zusammen. Bestimmte Mikronährstoffe und Pflanzenstoffe können Deinen Körper in dieser Zeit gezielt unterstützen.
Hier findest Du einen kompakten Überblick.
Die Basis: Vitamin D, B-Vitamine und Tryptophan
- Vitamin D: Es steuert ein Schlüsselenzym der Serotonin-Bildung und sorgt dafür, dass das „Glückshormon" länger wirksam bleibt. Da der Spiegel im Winter sinkt, ist eine gezielte Zufuhr sinnvoll.
- B-Vitamine: Vitamin B6 wird für die Bildung von Serotonin und Dopamin benötigt. Fehlen B-Vitamine, steigt der Homocystein-Spiegel, der mit depressiven Verstimmungen in Verbindung gebracht wird. Methylfolat kann zudem die Wirkung von Antidepressiva verbessern.
- Tryptophan: Diese Aminosäure ist der Grundbaustein des Serotonins. Laut einem systematischen Review könnten 140–3.000 mg täglich die Stimmung gesunder Erwachsener verbessern.
Omega-3-Fettsäuren
EPA und DHA sind wichtige Bausteine der Nervenzellmembranen und fördern die Auflösung von Entzündungen, die bei depressiven Verstimmungen oft erhöht sind. Metaanalysen zeigen: Präparate mit hohem EPA-Anteil (mindestens 60 %) lindern in einer Dosierung von etwa 200–2.200 mg EPA täglich depressive Symptome deutlich.
Safran und Rosenwurz
- Safran: Seine Inhaltsstoffe hemmen die Wiederaufnahme und den Abbau von Serotonin, Dopamin und Noradrenalin. Bei leichten bis mittelschweren depressiven Episoden war die Wirkung in Studien mit der von Selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRI) vergleichbar.
- Rosenwurz: Die enthaltenen Rosavine erhöhen die Verfügbarkeit dieser Botenstoffe. Erste Studien deuten auf eine Linderung von Stress, Erschöpfung und Angst hin.
Zur Ruhe kommen: Hopfen, Melisse und Grüntee.
- Hopfen: Seine Bitterstoffe verstärken die beruhigende Wirkung des Botenstoffs GABA.
- Melisse: Die Rosmarinsäure hemmt den Abbau von GABA, sodass mehr davon zur Verfügung steht.
- Grüntee: Eine Übersichtsarbeit mit 13 Studien zeigt, dass Grüntee-Extrakt, L-Theanin und EGCG (ein Katechin - pflanzlicher Polyphenol- bzw. Bitterstoff im grünen Tee) beruhigend und stimmungsaufhellend wirken können, besonders bei depressiven Symptomen.
Sprich mich gerne an, welche Kombination für Dich passt.
Bitte halte mit mir insbesondere dann Rücksprache, wenn Du bereits Medikamente nimmst.
Herzliche Grüße
Deine Heilpraktikerin
Maike Hoyer
Beitragsbild: KI generiert (ChatGPT)




